Das war unser #Think ZoomUp zum Thema Future of Food nach Corona

Am Dienstag, den 19. Mai fand unser #Think ZoomUp für AgriFood Startups statt. Über 60 Teilnehmer erlebten die Einschätzungen unserer Experten zum Thema „Future of Food nach Corona“ und diskutierten danach in unserem Zoom Meeting.

Nachfolgend findet ihr die Aufzeichnung des #Think ZoomUp unter der Leitung unserer Crowdfoods Botschafterin Linda Boltz (Beraterin für Produktmanagement bei Wert & Ehrlich), sowie den SpeakerInnen Dr. Christian Schmidt (Geschäftsführer der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft e.V.), Dr. Julia Köhn (CEO & Founder der PIELERS GmbH sowie Mitgründerin und Vorstand der Deutschen Gesellschaft für zukunftsorientierte Land- und Ernährungswirtschaft e.V. (German AgriFood Society)), Sophia Reiser (Co-Founder bei Kombuco GmbH), Manuel Klarmann (Co-Founder & CEO von Eaternity) und Jan Grabow (CEO & Co-Founder von NOMOO) bei YouTube:

Auszüge aus dem Chat

Beim 7. ZoomUp des AgriFood Startup Verbandes crowdfoods (FESA) zum Thema #Think „Future of Food nach Corona – nachhaltiger & klimaschonend oder alles beim Alten?“ ging es heiss her und es wurden viele Meinungen und Infos geteilt. Aus diesem Grund haben wir diesmal ausnahmsweise ein paar Auszüge aus dem Chat hier bereitgestellt, die wir für ein Nach-und Neudenken in der Thematik wichtig finden.

Zahlen, Fakten, Studien & Links aus dem Chat:

Auszüge & Statements aus der Chatdiskussion zum Nach- und Neudenken:

Frage an Manuel zum Eaternity Siegel: Gibt es das CO2 Siegel dann ähnlich wie den NutriScore über einen Antrag bei den Behörden oder wird dieser nach Prüfung durch euch ‚frei‘ vergeben? Wie wollt ihr dieses Siegel denn schützen

Anwort von Manuel: Wir wollen hier ein Siegel (oder den Eaternity Score, wie wir ihn nennen) nicht schützen, oder für andere freigeben. Sondern wir entwickeln die Technologie dahinter, die es möglich macht Effizienz und breit diese Daten bereitzustellen. Dabei erwarten wir, dass wenn hier etwas ein globaler Standard wird, dann darf das nicht in einem privaten Unternehmen liegen. Wir können hier nur den Standard setzen und veröffentlichen. Und im ersten Schritt überhaupt aufzeigen, dass es jetzt schon möglich so etwas überhaupt umzusetzen.

Jede Krise ist ein Evolutionsbeschleuniger – meiner Meinung nach wird Corona dazu führen, dass mehr Nachfrage im Markt nach nachhaltigen Produkten entsteht und hier braucht die Wirtschaft eine solide Antwort in der Form nachhaltig wirtschaftender Unternehmen.

Es geht nicht um Verzicht sondern um den Fokus auf bessere Alternativen.

Damit ich meinem Sohn noch in die Augen schauen kann. Deswegen tue ich es.

Die Erkenntnis, dass meine zukünftigen Kinder mich irgendwann mal fragen könnten, wieso wir nichts dagegen gemacht haben, dass es keine Arktis/Regenwälder/Artenvielfalt mehr gibt, hat mich so erschüttert, dass ich mir geschworen habe, alles dafür zu tun, mich bei dieser Frage nicht schuldig zu fühlen.

Das Thema ist, wie wir Bewußtseinswandel und Handlungsänderungen erreichen.

Wir exportieren Tiere, und haben nicht genügen Früchte?

Solange wir im Ackerbau Pflanzen für Biokraftstoffe anbauen und subventionieren, klappt das in der Tat nicht.

Die Politik muss das wollen.

Interessanter Ansatz Sophia! Ich finde es auch schwierig als kleines Startup diese Zertifizierungen zu zahlen. Wäre es nicht besser für die Transparenz der Produkte solche Labels vom Staat zu erhalten?

Christian Schmidt : Sophia Reiser hat Recht: Existenzgründer und kleine KMUs werden bezüglich Gebühren etc. massiv benachteiligt. Beispiel Kontrollkosten Öko, Fleischbeschau, Qualitätskontrollen etc.

Alexander von Wedel (FoodAngels.org) : Konzerne werden sich ändern, wenn eine breite Nachfrage vorhanden ist. Konzerne treten dann als strategische Investoren bzw als Käufer von innovativen, nachhaltigen Startups auf. Das ist wichtig für das Ökosystem. Politik kann die Rahmenbedingungen setzen und sollte das tun. Deshalb finde ich Sophias Hinweis sehr gut.

Ist die Frage richtig „Mit oder gegen Konzerne“? Oder ist diese Frage nicht längst überholt und differenzierter zu sehen?

Das Thema Rahmenbedingungen ist super wichtig, siehe Umsetzung von Novel Food Verordnung. Keine homogene Umsetzung auf EU Ebene. Nicht mal auf Landesebene.

Gutes Essen für alle ist immer preislich bedingt, also: Subventionen und Steuern richtig ansetzen! Preise als Incentive sind im LEH noch am wirksamsten…

Feedback aus der Crowd zum ZoomUp:

  • Stefan K.: muss leider los, war sehr gut heute, Danke.
  • Selda M.: Danke für das tolle und wichtige Thema. Nachhaltigkeit geht uns alle an und jeder steht hier in der Verantwortung, seinen Beitrag zu leisten. Sowohl als Einzelperson als auch als Firma/Startup. Danke an die Speaker, bis zum nächsten Mal :)
  • Alessa P. : Ich muss jetzt leider auch gehen, aber vielen Dank für die spannenden Inputs!
  • Phuongii: Vielen Dank an alle Speaker!
  • Lisa M.: super spannend! vielen Dank.
  • Nicolas: Danke und bis nächste Woche!
  • peter w.: Tolles Meeting & Diskussion und gute Speaker. Danke für das Meeting.

Die nächsten ZoomUps, weitere crowdfoods Online Events & Themen

Im nächsten #BestPractice ZoomUp am 26.05. werden wird über das Thema „Der Kunde macht die Marke – Startups und kundenzentriertes Marketing“ sprechen.

Call for Speaker

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