Das war unser erstes #Coronahacks ZoomUp zum Thema Strategien und Massnahmen in der Krise

ZoomUp #CoronaHacks 1

Am Dienstag, den 07. April feierten wir unsere Premiere mit dem ersten #CoronaHacks ZoomUp für AgriFood Startups.

Knapp 60 Startups erlebten die CoronaHacks und Tipps unserer drei Experten zum Thema „Strategien und Massnahmen für Startups in der Corona Krise und diskutierten danach viele Fragen in unserem Zoom Meeting.

Gerne hätten wir Euch hier das ganze Meeting als Aufzeichnung hier präsentiert, doch leider hat auch Zoom so seine Tücken. Mittendrin brach der Zoom ab und startete neu – dadurch ging leider die erste Stunde der Talkaufzeichnung verloren, daher haben wir nur das Ende des Talks für Euch als Video.

Wir bitten das zu entschuldigen und werden das beim nächsten ZoomUp versuchen besser zu machen. Die Insights aus der ersten Stunde haben wir daher als ReCap stichwortartig wie folgt zusammengefasst:

ReCap zum 1. ZoomUp

Michael vom VC SquareOneFoods stellte seine Empfehlungen für Startps kurz dar, diese könnt Ihr hier nachlesen. Michael meinte, dass bei den von ihm betreuten Food Startups vor allem der Online Umsatz explodiert ist, aber auch der Handelsumsatz einigermassen stabil ist. Als Grund nannte er, dass es hier Startups wären, die bereits längere Zeit im Markt sind, gesunde Produkte mit echtem Mehrwert bieten und diese bereits ihre feste Stammkäufer haben –sowohl im Handel also auch Online. Übrigens – auch wenn derzeit viele Investoren zurückhaltend sind bei neuen Invest – Michael ist nach wie vor offen für neue Startup Investments.

Oliver Stahl, Gründer der Firmen-Lieferdienste Snackbox und Früchtebox berichtete von seinem neuen Startup Hofladen-Express, das er aus seinem B2B Service heraus innerhalb einer Woche startete. Denn beim ihm waren die B2B Umsätze eingebrochen, da nun jeder im Homeoffice ist statt im Büro. Dadurch konnte er seine Mitarbeiter weiterbeschäftigen und sogar neue einstellen. Der Umsatz war am ersten Tag bereits fünfstellig. Oliver nannte als Grund für den Erfolg als Newcomer trotz bestehendem Angebot grosser Onlineanbieter, dass er schneller liefern kann. Die grossen Online Foodhändler (Coop@home & Migros leShop) haben mittlerweile lange Lieferfristen von bis zu 2 Wochen, auch da sie eine komplexe Logistik im Hintergrund haben.

Fabian von Instant Fresh stand vor einer anderen Herausforderung – er hatte noch sehr viel Bestandware übrig, die er schnell abverkaufen wollte, da sie zukünftig das Produktangebot und die Marke neu ausrichten wollen. Der Abverkauf war nötig einerseits wg. des MHDs und auch um schnell Liquidität zu erhalten. Statt wie viele Startup aktuell seine Ware nur zu verschenken bzw. direkt zu spenden, suchte er Sponsoren im Umfeld von gemeinnützigen Stiftungen, die ihm seine Ware abkaufen, um sie dann einer guten Sache zu spenden. Und er suchte auch gezielt nach grossen Unternehmen, die ihren Mitarbeitern, die nun alle im Homeoffice sassen, was Gutes mit leckeren, gesunden Food tun wollten. Er fand letztlich eine Versicherung, die ihm 800 Food-Pakete für Ihre Mitarbeiter abkaufte. Damit ist die Finanzierung der Neuausrichtung für sein Startup bis nach Corona gesichert.

Alle drei bestätigten, dass auch nach wie vor hochpreisige Foodprodukte gekauft werden, wenn sie echten Mehrwert bieten. Mehrwert bedeutet hier Gesundheit, Frische und Nachhaltigkeit. Allerdings ist das nur die eine Seite, wie sich in der Diskussion zeigte.

Startups, die erst jetzt starten oder noch nicht lange im Handel gelistet sind, haben es deutlich schwerer. Auch Startup mit Nischenangeboten, etwa Insektenprodukten, werden jetzt nicht nachgefragt, da der Konsument aktuell stark auf ihm Bekanntes und Altbewährtes zurückgreift – wie auch auf frische wie auch lange haltbare Grundnahrungsmittel. Erschwerend kommt hinzu, dass der Handel derzeit nicht via Aussendienst – dem bevorzugten Kontaktkanal zum Einkauf – angefragt werden kann. Am besten sollten man den Handel derzeit gar nicht per Telefon oder Mail anfragen, da er in der aktuellen Situation jede Menge andere Dinge zu regeln hat – da sollte man etwas Geduld nun haben.

Lutz Haufe, Gründer von Kissyo, sagte dazu, dass sie bei Kissyo daher auf Wertschätzung umgeschwenkt haben. Sie haben den Händlern Dankes-Postkarten gesendet, auf denen ein Bestellformular abgedruckt ist, was sehr gut ankam – ein schöner Hack, wie viele fanden.

Die Lage ist also aktuell gemischt. Es gibt junge Startups, die hart um´s Überleben kämpfen oder schon insolvent sind, während andere, eher etablierte Startups von der Krise derzeit noch profitieren. Für Erstere ist es daher ehr sinnvoll, abzuwarten, Geld zu sparen und Aktivitäten auf die Zeit nach der Krise zu legen – oder aber das Businessmodell oder Angebot schnell zu ändern. Letztere sind gut beraten, gerade jetzt das Marketing auszubauen, speziell im Online Bereich.

Allgemein war der Tenor, dass das Konsumentenverhalten sich durch die Krise zwar aktuell kurzfristig verändert hat – mehr Onlinebestellungen, mehr Frische usw. – aber es wird sich nicht nachhaltig verändern, sondern der Verbraucher wird wohl nach der Krise wieder zu seinen alten Gewohnheiten zurückkehren.

So, und hier geht es noch zum letzten Teil des ZoomUp, der noch glücklicherweise als Video aufgezeichnet wurde:

 

Die nächsten ZoomUps, weitere crowdfoods Online Events & Themen

Im nächsten ZoomUp am 14.04. werden wir dieses Thema – Handel & Sales – weiter vertiefen.

Call for Speaker

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