AgriFood Startups & der Corona Virus – Krise oder Chance?

Toilet-paper - don't panic

Wir hoffen, Euch geht es der Situation entsprechend gut und Ihr seid gesund!

Ende Februar – am Do. 27.2.20 – konnten wir noch unsere 2. AgriFood Startup Konferenz auf der Mainau durchführen (hier findet Ihr mehr dazu). Damals wussten wir noch nicht, wie dramatisch sich die Lage nur einen Tag später entwickeln würde. Als wir am Do. unseren Event abgebaut hatten, checkten wir die Nachrichten und stellten fest, dass die Infektionszahlen stark anstiegen. Am Freitag 28.2. dann kamen die ersten Einschränkungen bei grossen Events in der Schweiz, Österreich und Deutschland und die ersten Eventabsagen trudelten ein, darunter auch von ersten Händlerevents.

Den Rest kennt Ihr alle. Heute haben wir in der gesamten DACHLI Region einen umfassenden Lock Down und die öffentliche Bewegungs- und Versammlungsfreiheit sind massiv eingeschränkt. Jeder soll nach Möglichkeit daheim bleiben, soziale Distanz wahren und die Hygieneregeln beachten.

Wir bitten Euch alle: Haltet Euch an die staatlichen Anweisungen – wir alle müssen uns einschränken, damit unser Gesundheitssystem nicht überlastet wird und weiter funktionieren kann.

Wir selbst mussten uns hier auch erst einmal sammeln und uns selber mit der Situation einrichten, sei es nun privat mit School@Home oder geschäftlich mit dem Einrichten von Homeoffice, der Rettung unserer eigenen Geschäftstätigkeit uvm. Und natürlich mussten wir uns auch einige Gedanken machen, wie wir mit unserem Verband nun weitermachen und uns umorganisieren, jetzt da u.a. keine Events mehr möglich sind (welche wir bereits in Planung hatten).

Letzten Freitag haben wir dazu ein Botschafter-Meeting via Zoom abgehalten, auch um die Situation zu beurteilen.

Die aktuelle Situation

Stay calm - stay safe - we love you Empty shelves in the grocery store

Einhellige Meinung unserer Botschafter war am Freitag, dass es ca. ab August / September besser werden und das Leben sich wieder normalisieren könnte (evt. auch früher, aber wir bleiben hier lieber realistisch). Dann haben sich Konsumenten, Unternehmer, Mitarbeiter, aber auch viele andere Player im Markt, an zwei Veränderungen gewöhnt:

  1. Vieles geht besser und anders durch Digitalisierung.
  2. Vieles geht auch regional und nachhaltiger.

Das verändert den Food Sektor schneller als bisher. Die oft verschlafene Digitalisierung muss und wird jetzt in vielen Bereichen im Eiltempo nachgeholt – das gilt auch für den Handel.

Die aktuelle Lage ist derzeit zwar durchwachsen an der Food Startup Front, sei es durch fehlende Finanzierungen, geändertes Konsumverhalten, dass Startups in den Regalen vom Handel gerade nicht fokussiert betreut werden oder der Aussendienst nicht mehr funktioniert und das Probieren für Konsumenten am POS fehlt. Aber die neue Situation bietet auch jede Menge Chancen:

  • Wer schon finanziert ist, kann alles vorbereiten für den (Re)Start, wenn der Markt aufgeht.
  • Wer schon online ist (oder jetzt online geht), hat bessere Chancen und kann sofort Einnahmen generieren.
  • Wer neue Wege geht und jetzt „einfach mal macht“, eröffnet sich neue Chancen.

Es gibt viele tolle Beispiele, dass das teils schon ganz gut funktioniert, und damit (zumindest ein wenig) Geld reinkommt für die Startups – Machen ist also angesagt.

Wie Startups und die Foodszene auf die Veränderungen reagiert – ein paar positive Beispiele

Unser Botschafter Martin Gianmoena hat prostspender.de gestartet, eine kostenlose Plattform, auf der man Gastronomen was Gutes tun kann.

Unser Botschafter Oliver Stahl hat innert einer Woche einen neuen Heimlieferdienst gestartet: hofladen-express.ch

Unser Botschafter Fabian Zbinden hat seine Instant Fresh Produkte zum EK Preis an eine Stiftung verkauft, welche die Produkte an eine soziale Organisation für Food Waste spenden, und sich somit dringende nötige Liquidität gesichert.

Ihr kennt weitere gute Beispiele? Oder habt selbst etwas erfolgreich geändert? Dann teilt bitte hier im Blog unter den Kommentaren Eure Beispiele mit uns und unserer Crowd – dann können alle Startups davon profitieren, um sich auf die neue Situation einzustellen.

Was wir als Verband nun tun: Zoom Meetings vor Ostern für die Startup Crowd

Wir wollen den AgriFood Startup jetzt schnell helfen. Indem wir Hilfe zur Selbsthilfe durch Wissenaustausch, Inspiration und Vernetzung anbieten werden. Das machen wir via Zoom Meetings zu bestimmten Oberthemen (etwa Sales, Marketing, Finanzierung) ab der nächsten Woche.

Damit wir genau wissen, was hier gerade in der Krise für die Startups relevant ist, haben wir eine Umfrage gestartet – bitte macht hier alle mit.

Sobald die Oberthemen feststehen, werden wir dann in der Woche vor Ostern mit den Zoom Meetings für max. 100 Leute je Oberthema starten.

Crowdfoods Startup ZoomUps:

Die Meetings werden voraussichtlich jeweils am Vormittag von 9:00 bis max. 10:30 Uhr stattfinden und sind offen und kostenlos für jeden. Da wir max. 100 Teilnehmer je ZoomUp zulassen können, muss eine Anmeldung vorher erfolgen.

Wie genau wir inhaltlich vorgehen, definieren wir derzeit noch. Den genauen Zeitplan und die Meeting-Anmeldung werden wir hier am Freitag im Blog veröffentlichen und über unsere Kanäle verbreiten – hier könnt Ihr uns folgen, um up to date zu bleiben:

Wer Interesse hat, in den ZoomUps Beispiele vorzustellen oder als Fachreferent (z.B. seitens Handel, Logistik etc.) kurze Einschätzungen zur aktuellen Lage abzugeben, meldet sich direkt bei uns.

Eure Tipps und Beispiele für Startups als Kommentare – was Startups jetzt tun können:

Bitte teilt hier Eure Beispiele und Tipps für Startups in der aktuelle Krise als Kommentare im Blog im Sinne eines Crowdsourcings. Wer hat schon etwas erfolgreich umgesetzt, welche Initiativen gibt es, Fallbeispiele, was habt Ihr selber angepasst oder getan?

Call for Speaker

Dein Vortrag bei unseren crowdfoods AgriFood/Tech Startup Events: Du hast selbst passende Themen für unsere wöchentliche Online-Meetings, für ein Webinar, etc. und möchstest un unseren Formaten mitwirken? Dann nimm Kontakt mit uns auf und sende uns bitte dieses Formular ausgefüllt zu.

1 reply
  1. Johanna Kallenbach
    Johanna Kallenbach says:

    Hallo liebe Crowdfood – Community,

    Vielen Dank für die Initiative von Crowdfoods in dieser Zeit. Der Cluster Ernährung hat in den Wochen der Corona – Krise auch seinen kleinen Beitrag versucht zu leisten:

    Auf http://www.lokalhelden.bayern bündeln sich sämtliche Gastro-Angebote Bayerns. Durch unsere Partner Dehoga Bayern und BR3 haben wir ordentlich medialen Support. Die virtuelle Karte ist Kostenlos für alle nutzbar und wir haben schon über 1300 Angebote gebündelt. Vielleicht hilft das dem ein oder anderen Startup?

    Viele Grüße,

    Johanna vom Cluster Ernährung

    Antworten

Leave a Reply

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.